Geschichte - Country Club Birrwil

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Im Jahr 1990 beschlossen ein paar befreundete Familien und deren Kollegen in der Waldhütte Leutwil, ein Country zu starten. Es war „de Plausch“. . Country Musik gab’s ab Platten und CDs.
Weil das alles so gut ankam, wiederholten wir das ganze ein Jahr später. 1992 wurde der Platz zu klein. Wir beschlossen, ein grösseres Lokal zu suchen. Geblieben seit damals sind bis heute 5 Personen, 3 Pärchen, Urs und ich.
Das Datum war falsch gewählt, denn in Wohlen AG wurde zum damaligen Zeitpunkt die weit herum bekannte Country Night veranstaltet. So fanden sich nur 48 Personen  in der Mehrzweckhalle Birrwil ein.
Als Musiker hatten wir Buddy Dee. Urs und ich hatten in Biel einmal von ihm gehört. Dort wurde er als der Country Star gefeiert. Da wir erst neu in der Szene waren, liessen wir uns von dem bescheidenen Fan-Kreis von ihm überzeugen. Was wir dann an unserem Fest live zu hören bekamen, war grandios! Die wenigen Zuschauer, waren gleicher Meinung wie wir. Sie ermunterten uns, weiter zu machen.
Ein Pärchen stieg aus, da jeder doch CHF 500.00 aus der eigenen Tasche zahlen musste. Im darauf folgenden Jahr, wurde das Datum verschoben. Tatsächlich fanden schon mehr Personen den Weg nach Birrwil. Sogar Sponsoren meldeten sich. Wir gestalteten ein Heft. Ab sofort wurde das unsere Freizeitbeschäftigung. Urs Bürsch hatte wegen seinem Geschäft bereits damals einen Kopierer. Darauf druckten wir X Seiten. Wir brachten es immer fertig, dass danach der Servicemann kommen musste. Ein grosser Tisch wurde aufgestellt und rundum der Reihe nach Blätter ein geposticht. Nach dem verteilen an die Inserenten, Restaurants usw. wurde bereits gewitzelt, gelobt oder auch Kritik angebracht. Denn vor lauter Eifer, kam es schon mal vor, dass ein Heft eine Seite nicht eingeheftet hatte. So ging das etliche Jahre. Jetzt, wo wir bereits das 20. mal Country Night hatten, haben wir doch noch 6 Inserenten, die vom ersten Jahr an mit dabei sind.
So und mit der steigenden Besucherzahl hatten wir bei der fünften Country Night sogar ein Plus. Das musste gefeiert werden! Es standen doch schon damals etliche Helfer freiwillig im Einsatz. Also machten wir einen Ausflug, dass gleich wieder rote Zahlen entstanden.
Da wir bis zu unserem 15 jährigen Fest auch kein Verein waren, mussten wir die Halle bezahlen und uns mit dem Datum richten. Denn zuerst kamen die Vereine. Ab und zu gab das schon Terminschwierigkeiten.
Ja, die Musik.... Öfters hatten wir Buddy Dee und Bruno Wicki. (Damals noch Country Brothers). Das ärgerte doch ein paar Künstler. Denn so langsam hatte sich Birrwil einen Namen geschaffen. An etlichen mussten wir Absagen verteilen. Vielleicht hatten sie nicht in unser Budget gepasst, oder der Musikstil war nicht Birrwil Konform. Einmal dachten wir dennoch, wir nehmen einen in der Region bekannter Blueser dazu. Oh weh, das hätte bald Stunk gegeben. Noch heute ist es oft schwierig, wen sollen wir berücksichtigen? So viele gute Gruppen gibt es, aber manch eine würde unser Fest leider nicht bereichern. So etliches ist mehr traditionell geblieben. Die Dekoration ist wie vor 100 Jahren, oder älter. Ebenfalls die Besucher richten sich in der Kleidung zum Teil danach. Es lohnt sich auch. Denn seit ein paar Jahren entscheidet das Publikum, wer am Originellsten gekleidet ist. Dabei gibt es Preise zu gewinnen. Auch der Nachwuchs darf mitmachen.
Apropos Publikum. So seit unserem zehnten Country, sind die Plätze immer sehr begehrt. Es lohnt sich deshalb, früh zu buchen. Ganz prekär war es am Sechszehn-ten. Es mussten wohl an die 80 Besucher weg geschickt werden.

Nun brauchte es dringend Lösungen.  Der Geräteraum wurde mit Sitzplätzen ausgebaut. Das Vereinslokal feierte damals schon den 50. mit DJ. Dorthin wurde das Gefängnis verlegt, nach unten, damit es oben mehr Platz gab. Dazu kam auch die feste Nachfrage nach mehr Platz für die Line Dancers. Seit dem neunzehnten Fest haben wir wohl die beste Einteilung gefunden.
Nämlich: Vorne bei der Bühne genügend Platz für die Line Dancers und unsere seit zwei Jahren bestehende Modeschar. Dafür 6 Reihen Tische und je nach Reservationen kommt der Geräteraum, als Essecke oder Line Dancers Parkett dazu. Im hinteren Teil, sowie unten im Vereinslokal, befindet sich eine Bar. Das Gefängnis bleibt unten. Draussen für die Raucher, zum Beispiel, ist der Country - Cafe - Wagen. Im Foyer sind auch Spiele und Verkaufsstände. So überlasten wir auch die Halle nicht mit zu vielen Personen.

Wenn mich jemand fragt, was gab es alles für Personen? An Etliche kann ich mich noch erinnern:

10 jähriges Fest. Die Plakate sind gerade geduckt. Die Musikagentur ruft mich an, dass der Hauptartist, Mark Midler nach USA abreisen will. Panik. Mit viel überreden gelingt es uns allen, dass er den Abreisetermin verschiebt. Nach seinen eigenen Angaben hat er es nicht bereut. Das Fest und die Gäste wären ganz speziell, liess er uns verlauten.

16. Night. Es gibt „böses Blut“ unter den Gästen. Ich muss Leute nach Hause schicken. Das treibt mich, als eine der Hauptverantwortlichen. fast zum ‚Aus’ der Country Night.

Irgendwann herrscht in der Schweiz Maul und Klauenseuche. Birrwil hat noch etliche Bauern. 3 Wochen vorher kommt die Meldung, sobald ein Fall auftritt in unserer Region, muss das Fest abgesagt werden! Zum Glück  ist nichts passiert.

Auch ein paar Mal gab es Verletzte. Sei das durch Unaufmerksamkeit oder sonst ein Verschulden. Es gibt immer Hektik.

Natürlich gibt es auch ganz schöne Momente.

Das Publikum geht müde nach Hause und schüttelt dem einen und anderen Helfer (ca. 50 Leute) die Hand und bedankt sich für den Abend.

Einmal stehen wir vor der Eingangstüre. Bereit steht ein Wagen voll mit Deko, der abgeladen werden muss. Da kommt ein bekannter Mann zu mir und drückt mir CHF 100.00 in die Hand: „Es ist einfach phänomenal, was ihr für Arbeit leistet, für einen Tag.“ Erwähnt will er nirgends werden.

Etliche sind bei uns irgendwie in einer Art Sponsor und das schon seit Jahren. Diese Leute finden das Fest super und beteiligen sich meistens mit Naturgaben.

Was uns auch immer riesig freut, sind die Personen in der Umgebung. Sie drücken ein Ohr, Auge zu an diesem Tag. Denn manchmal wird es schon ein wenig laut. Auch die Parkplätze werden an keinem Fest so genutzt wie bei uns. Da wir aber ein friedvolles Fest haben und die Polizei noch nie einschreiten musste, drückt wohl auch Sie ein Auge zu.

Wir denken, wir arbeiten zusammen mit den Behörden und sind uns gegen-über sehr tolerant, dafür bringen wir den Tourismus in unsere schöne Gegend. Denn so mancher weiss es nicht, auf was für einem schönen Fleckchen Erde, wir unsere Veranstaltung haben. Des öftern hören wir dann Komplimente.

Seit 5 Jahren sind wir auf raten der Helfer ein Verein. Urs und ich müssen nicht mehr das Defizit, falls es eines gibt, alleine tragen. Die Halle ist nun auch gratis und es gibt Mitgliederbeiträge. Aktiv CHF 50.00, Passiv CHF 25.00

Übrigens, einmal auch ganz herzlichen Dank den Medien, die uns zu diesem und jenem Fest Artikel geschrieben haben.

Hoffentlich haben wir Dich nicht zu fest gelangweilt. Aber 20 Jahre sind lang. Und es gäbe noch so viel zu erzählen.

 
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